21 Tage bis zur Stuttgarter Buchmesse
Titelsuche mit Erich und Raben. Aber wir hatten ja nichts.
Drei Wochen bis Stuttgart –
es läuft
Heute ist der 7. Februar.
Noch 21 Tage bis zur Buchmesse.
Drei Wochen.
Und es läuft gut.
Das Cover für den Raben mit Licht ist fertig, und auch das Cover für den ersten Band meiner Graphic Novel ist getuscht – die Linien sind gezogen. Jetzt fehlt nur noch die Kolorierung und ein bisschen Text.
Und vor allem: der Titel.
„Alle Raben heißen Prisuch“ – oder nicht?
Bisher sollte der Band „Alle Raben heißen Prisuch“ heißen. Aber ich bin mir nicht mehr sicher. Der Rabe Prisuch kommt ja eigentlich nur in der ersten Geschichte vor, als der kleine Erich ihm den Namen gibt. Danach taucht er nur noch gelegentlich als Kommentator auf, als Randfigur zwischen den Geschichten.
Bei meinem Roman passte der Titel, weil der Rabe in jeder Geschichte präsent war – als stiller Beobachter oder mit seinen Gedanken. Diesmal habe ich ihn beim Zeichnen meistens einfach vergessen. Vielleicht sollte ich den Titel für den nächsten Band aufheben und dann mehr auf den Raben eingehen? Aber wird der Titel dann für den zweiten Band nicht zu harmlos? Der hat seinen Schwerpukt ungefähr 1933, in Berlin, mit all seinen Widersprüchen: Schlägereien, Unruhen haben Erich abgestoßen. Aber Berlin, das war auch Theater, Kino, das Theatercafé mit Heinrich George, die Dreigroschenoper – Dinge, die ihn fasziniert haben. Eine Stadt der Gegensätze.
Und dann beginnt der Krieg …
Doch darum geht erst später. Ich will ja auch jetzt noch nicht zu viel verraten.
Jetzt brauche ich erstmal einen guten Titel für den ersten Band.
Erich? Otto? Max?
„Erich“ als Titel? Irgendwie klingt der Name für mich zu sperrig. Vielleicht hätte ich ihm einen griffigeren Namen geben sollen – Otto? Max? Herbert? Willi? Heinz? Aber die Namen der Zeit klingen für unser heutiges Empfinden oft nicht besser. Also bleibt es wohl bei Erich. Aber als Titel?
Ich habe ja noch ein bisschen Zeit. Erstmal mache ich den Raben mit dem Licht druckfertig, koloriere Erichs Titel und die Geschichte „Wenn die Not kommt“. Vielleicht fällt mir bis dahin noch etwas ein.
Eine Idee?
„Wir hatten ja nichts.“
Das ging mir gerade durch den Kopf: „Wir hatten ja nichts.“
Wir findet ihr die Idee?
(Oder habt ihr eine bessere?)
Ein schönes Wochenende wünscht
Regina S Punkt
