Alb Buch – Buchmesse Schwäbische Alb

Noch 5 Tage.
Ich zeichne. Möwe? Storch? Dohle? Huhn?

Guten Morgen, Lieblingslesewesen,

heute ist Dienstag. Der 9. Juni. Das heißt: ich hab noch fünf Tage bis zur BuchAlb. Fünf Tage, in denen ich mich vorbereiten kann.
Das Wichtigste ist natürlich die Vorbereitung fürs Live-Zeichnen. Ich hab alles versucht, um eine Ausrede zu finden, es vielleicht doch nicht zu tun. Vielleicht gibt es keinen Platz. Hab ich überhaupt noch Papier für mein Flipchart? Stifte? Muss es bunt sein?
Nützt aber nix. Der Platz reicht. Das Flipchart hat Papier und ich hab Stifte.

Ausreden? Keine Chance

Gut wäre es natürlich, genau zu wissen, was ich zeichne. Nicht, dass ich nachher am Flipchart stehe und an die Decke gucke. Ratlos. Und das einzige, was ich zu sagen habe, ist dann vielleicht: „öööhm…“
Gut.
Einfach müssen die Zeichnungen sein. Mit wenigen Strichen aufs Papier gebracht werden können. Und trotzdem muss man erkennen können, was es sein soll.

Hauptsache Füße …

Andererseits – wenn nicht, ist es eben ein Fabelwesen. Hauptsache es hat Auge, Nase, Mund. Einen Kopf und Füße vielleicht. Und einen Rumpf. Ob es noch Hände oder eher Flügel braucht, sieht man dann.

Ja, aber da waren sie wieder, meine paar Probleme.

Einfach eine Figur zeichnen, reicht doch nicht.

Sie braucht doch einen Charakter. Mimik, Emotionen, Haltung. Bewegung.

Was will ich denn ausdrücken?

Also muss doch erst die Geschichte her.

Eigentlich wollte ich ja ohnehin die Geschichte von der Möwe zeichnen, die die Ostsee auf die Schwäbische Alb bringt. Ein bisschen Lokalkolorit reinbringen. Die Achalm, Schloss Lichtenstein, die Gönninger Seen, den Roßberg eventuell. Und vielleicht auch ein bisschen Degerschlachter Charme. Weil die Möwe – nämlich ich, das Windkind von der Küste – hier seit 33 Jahren lebt.

Storch und Hahn streiten sich

 Ich bin ein Stork. Von der Küste.

Aber dann … die Möwe? Ich bin doch Störk. Also ein Storch. Sollte ich vielleicht doch lieber den Storch zeichnen?

Und wen trifft sie dann auf der Alb. Also die Möwe oder die Störchin. Die Dohle vielleicht. Die lebt ja auf der Alb. Das wäre schon ein typischer Vogel für die Gegend.

Oder landet die Möwe einfach im Hühnerstall? Das wäre witzig. Aber wie krieg ich da Lokalkolorit rein.

Auf jeden Fall hab ich schon vier Hühnerpersönlichkeiten im Kopf: Die Chefin, die Ängstliche, die Neugierige und die Gemütliche.

Wie krieg ich das zeichnerisch ausgedrückt?

Und was mach ich mit dem Hintergrund.

Die Idee: Ausgebüxt in Degerschlacht

Nein, kein Stall. Da sieht man ja nichts von der Landschaft. Lieber – ach, ich weiß: Bei uns in Degerschlacht gab es immer einen Hühnerhof gleich neben der Kreuzung. Da, wo sich die Straße in Richtung Kirchentellinsfurt oder Sickenhausen gabelt. Und da sind ständig Hühner ausgebüxt und auf der Straße gelandet.
Ja, das mach ich.

Ich fang dann jetzt mal an und freu mich

Auf die BuchAlb. Die erste Buchmesse auf der Schwäbischen Alb.

Eure

Regina

Stoerx